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Antwort des Ministers - Erweiterter Fährbetrieb am Mittelrhein

Der Staatsminister im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz Roger Lewentz hat auf das Schreiben des FDP Stadtverbandes Boppard geantwortet. Sie können das Schreiben hier einsehen.

Nachfolgend finden Sie unser Antwortschreiben:

Sehr geehrter Herr Lewentz,

Vielen Dank für Ihr Antwortschreiben bezüglich eines erweiterten Fährbetriebs am Mittelrhein.

Sie schreiben, dass die vorgesehene Ausweitung des Fährbetriebs "im Spannungsverhältnis zwischen der angestrebten Verbesserung der Verkehrssituation im Oberen Mittelrheintal und den geringen Spielräumen in den öffentlichen Haushalten beim Land und den Kommunen" steht. Selbstverständlich ist dies richtig. Nach derzeitigem Stand dürfte die geplante Rheinbrücke kaum vor dem Jahr 2020 realisierbar sein, wenn überhaupt eine 2016 zu wählende Landesregierung positiv zu diesem Projekt steht. Ich hoffe, die Bürger am Mittelrhein müssen nicht noch weitere zehn Jahre mit dieser kleinen Verlängerung der Betriebszeiten der Fähre St Goar - St Goarshausen leben. Es muß doch auch finanziell eine größere Lösung möglich sein?

In dem Zusammenhang verwundert auch eine Meldung, dass die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück einen Antrag prüft, ein Wassertaxi einzurichten, das Bad Salzig, Boppard und Kamp-Bornhofen verbinden soll. Für die Gemeinden Filsen und Osterspai wäre dies dann aber auch wünschenswert. Noch bis vor wenigen Jahren betrieben zwei ortsansässige Schiffahrtsgesellschaften genau diese Verbindung und stellten diese wegen fehlender Nachfrage ein. Wie soll dieses Wassertaxi zukünftig betrieben werden? Wer finanziert die Anschaffung, die Gehälter des Personals, die Betriebskosten? Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist dem kommunalen Entschuldungsfond beigetreten und erhebt die höchste Kreisumlage im Land. Wie soll der Kreis da noch ein solches Wassertaxi finanzieren, das zudem lediglich Fußgänger transportieren kann. Wäre nicht auch in diesem Zusammenhang eine Ausweitung der Fährzeiten eine intelligentere Lösung? Denn diese transportiert bekanntlich nicht nur Fußgänger, sondern auch PKW. Darüberhinaus verkehren täglich drei Schiffahrtsgesellschaften zwichen Boppard, Kamp und Bad Salzig. Vielleicht ist es auch möglich, dass diese den Service eines Wassertaxis übernehmen können?

FDP Stadtverband Boppard

Letzte Änderung: Donnerstag, 15. Dezember 2011
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