Severuskirche in BoppardSeveruskirche in Boppard

Boppard am Ende?! - Offener Leserbrief

Als interessierten Bopparder Bürger trifft mich, wenn ich bestimmte Artikel in den Zeitungen verfolge, sprichwörtlich der Schlag!

Einige Beispiele:

  • Kfz-Zulassungsstelle in Boppard soll geschlossen werden;
  • Gesundheitsamt in St. Goar ebenso, da der Kreis sparen muss;
  • Sohren-Büchenbeuren erhält FOS;
  • Kloster Marienberg wird nicht saniert;
  • Verbandsgemeinden verlassen zwecks Fusion den Rhein-Hunsrück-Kreis;
  • usw. usw.

Wollen Sie sich wirklich damit abfinden?

Diskussionen, die bereits in den 70er Jahren stattfanden, sind für die derzeitigen Strukturreformen wichtiger denn je. Mittlerweile orientieren sich gebietsmäßig Innungen (HWK, IHK), Banken und Rettungsdienste Richtung Süden. Und wir als nördlichste verbandsfreie Gemeinde gehen wieder leer aus? Obwohl 2013 die Gemeinden die Aufgabe der Kfz-Zulassung übernehmen sollen, müssen wir bis dahin mit erheblichem Mehraufwand dafür nach Simmern/Hunsrück fahren. Und dies bei einer immer noch sehr schlechten Verkehrsanbindung auf den Hunsrück. Sollte man da nicht erwägen, die Hunsrückbahn ab Emmelshausen wieder zu aktivieren anstatt die Bahnverbindung von der Nahe aus neu zu bauen?

Um auf die Schulen zu kommen: natürlich gönne ich den Orten im Hunsrück die Reform ihrer Schulen. Ich bin nur verwundert darüber, dass die "Stadt der Schulen" eine Schule nach der anderen verliert. Wie z.B.: die Landfrauenschule, das Goethe-Institut, St. Carolus, die Kneipp-Schule und die Janucz-Korczak-Schule. Und was kommt als Nächstes? Müssen wir demnächst das Kant-Gymnasium zu Gunsten einer gymnasialen Oberstufe in Emmelshausen schließen?

Unser Kloster Marienberg ist ja nun schon seit vielen Jahren immer wieder Stoff für etliche Diskussionen über seine Verwendung. Schon Bürgermeister a.D. Gipp regte an, die Stadtverwaltung dort einziehen zu lassen. Danach sollte eine Jugendherberge dort entstehen und die heutigen Diskussionen über die Verwendung kennen Sie! Meine Idee wäre, im Zuge der Struktur- und Gebietsreformen, dort eine Verwaltung einzurichten, die den langersehnten Mittelrhein-Landkreis führen könnte. Dies würde unsere Heimatstadt in nördlicher Richtung stärken und somit Gemeinden um Boppard mit gemeinsamen Interessen besser vertreten können. Z. B., die von beiden Rheinseiten geforderte Mittelrheinbrücke. Oder wir schmeißen, im Zuge der Strukturreform, alles über Bord und orientieren uns nach Koblenz. Dies würde aber für die Stadt Boppard genauso eine Schwächung wie unsere Zugehörigkeit zum Hunsrück bedeuten.

mit freundlichen Grüßen

Ihr Daniel Thomas Geis
vom 2. Juli 2010

Letzte Änderung: Samstag, 28. August 2010
© 2010-2012 FDP Stadtverband Boppard | Impressum