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Wird der Rhein-Hunsrück-Kreis zum Knackpunkt der Koalitionsverhandlungen?

Ich bedaure zutiefst, dass ein Projekt, wie der Hochmoselübergang, das nach demokratischen Regeln beschlossen und geplant wurde und von der SPD laut Wahlprogramm doch gewollt war, nun den Verhandlungen zwischen SPD und Bündnis90 Die Grünen zum Opfer fällt bzw. vorerst gestoppt und wer weiß, wie lange auf Eis gelegt wird! Auch sehe ich es sehr kritisch, wenn das von dem Bündnis90 Die Grünen geplante Nachtflugverbot für den Flughafen Hahn verwirklicht werden sollte. Immerhin hat der Flughafen Hahn im weiten Umkreis als Alleinstellungsmerkmal die Nachtflugerlaubnis, weil er als einziger internationaler deutscher Flughafen nicht in einem Ballungsgebiet liegt, dadurch hat er einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil.

Sollte die Erlaubnis für Nachtflüge kippen, hat die gesamte Region über kurz oder lang mit höheren Arbeitslosenzahlen zu rechnen. Bildlich gesprochen heißt das: Schlage ich dem "Hahn" den Kopf ab, flattert er noch kurz und verendet dann! Genauso wird es dann mit der Zukunft des Flughafens Hahn sein! Fazit ist, dass beide Projekte nicht nur für den Rhein und den Hunsrück überlebenswichtig sind, sondern für die ganze Region, von den Benelux-Ländern bis hin zum Rhein-Main- Gebiet. Ist die Macht denn wichtiger, als die Menschen und die Verkehrsinfrastruktur? Bestimmt jetzt die Angst der SPD die Koalitionsverhandlungen? Wo soll das hinführen und was kommt als nächstes? Die Gefahr, dass der Hochmoselübergang nun kippt ist groß und auch das geplante Nachtflugverbot für den Flughafen Hahn wäre zum Nachteil von uns allen an Rhein und Hunsrück (unserem Landkreis)!

Wenn man sich die Wahlergebnisse der Wahlkreise Rhein-Hunsrück, Kirchberg und Birkenfeld durchliest, sieht man, dass die Wähler eindeutig für diese Projekte des Rhein-Hunsrück-Kreises gestimmt haben. Wie viel Vertrauen kann der Wähler denn noch in seine Volksvertreter haben, wenn solche Wahlergebnisse zugunsten einer Koalition ignoriert werden?

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Thomas Geis

Leserbrief vom 13.04.2011

Letzte Änderung: Sonntag, 8. Mai 2011
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